Geschichte

1988

Gründung des Allgemeinen Hilfskreises

Im Jahr 1988 ist die Impulsgebung für die spätere Gründung der Wuppertaler Tafel gesetzt worden. Der Allgemeine Hilfskreis (AHK) verkauft Hausrat gegen ein geringes Entgelt. Zielgruppe sind hauptsächlich junge Menschen, die zwar eine Wohnung haben aber kein Budget für die Einrichtung. Dieses Konzept ist vielen Einrichtungen der damaligen Zeit weit voraus. Das Ziel des Allgemeinen Hilfskreises ist es, einen Beitrag zu leisten, dass auch sozial schwache Menschen etwas Geld sparen können. Am 30.11.1988 erfolgte die Eintragung im Vereinsregister unter der Nummer 2832 mit dem Namen Allgemeiner Hilfskreis e.V., Sitz war Friedrich Engels Allee194 in Wuppertal (heute Café OK).

1993

Umzug in die Steinbeck

1993 erfolgt der Umzug von der Friedrich Engels Allee nach Elberfeld in die Steinbeck. Dieses neue Domizil in der zweiten Etage wurde dem Verein von der Stadt angeboten. Der Eingang war im Hinterhof.

In Berlin wurde die erste Deutsche Tafel gegründet.

1995

Gründung der Wuppertaler Tafel in der Steinbeck

Am 1. März 1995 wird die Wuppertaler Tafel gegründet. Nach der Tafel in Berlin ist es die zweite in Deutschland. Die Umwandlung wird innerhalb von nur 14 Tagen umgesetzt. Dies funktioniert dadurch, dass viele Mittel des Allgemeinen Hilfskreises genutzt werden können. Im selben Jahr wird die Kantine im Gebäude der alten Margarinefabrik Isserstedt geöffnet. Nun steht auch die Nahrungsmittelversorgung im Zentrum der Leistung. Das Unternehmen Daimler Benz spendet den ersten 100 Tafeln in Deutschland das Lieferwagenmodell Vito, wodurch große Medienpräsenz und weitere Sponsoren hinzukommen.
Ab November 1995 fahren wir mit dem Sozialmobil die sogenannte Plattentour. Hier werden an 5 Standorten Wuppertals Bedürftige kostenlos mit warmer Suppe, warmem Getränk, Brot und Brötchen versorgt.

1996

Erstausfahrt des Medimobils: Ärztliche Versorgung auf Rädern

Seit Mai 1996 fährt das Medimobil durch Wuppertal und versorgt Bedürftige mit Medikamenten, um die Not zu mildern. Ursprünglich war das Ziel, Obdachlosen eine medizinische Grundversorgung zu bieten, zunehmend besuchen auch finanziell schwache Menschen und Migranten das Medimobil. Hauptsächlich werden rezeptfreie Medikamente gegen Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Hautprobleme, Schnupfen oder sonstige körperliche Schmerzen ausgegeben. Auch der soziale Aspekt ist wichtig, Vertrauen und Gespräche auf Augenhöhe gehören dazu.

1997

Gründung der Tafelläden

Ein Meilenstein in der Etwicklung der Wuppertaler Tafel war im Jahr 1997 die Gründung der sogenannten Tafelläden. Der erste Tafelladen entstand in der evagelischen Kirchengemeinde in Wichlinghausen. Aktuell haben wir sieben Ausgabestellen. 

1999

Der OB wird Schirmherr der Wuppertaler Tafel

Ab 1999 hat die Wuppertaler Tafel einen eigenen Schirmherrn. Der damalige Oberbürgermeister Dr. Hans Kremendahl übernimmt dieses Amt.

2000

Namensänderung

Auf der Mitgliederversammlung am 11.04.2000 wird der neue Namen "AHK Wuppertaler Tafel e.V." beschlossen. Dies erlaubt die Vollmitgliedschaft im Bundesverband und schützt vor Nachahmung. 

2001

Gründung des Beirats

Der am 18. Juni 2001 gegründete Beirat, bestehend aus Vertretern der Wirtschaft und Politik, hat es sich zum Ziel gesetzt, der Wuppertaler Tafel beratend zur Seite zu stehen.

2007

Umzug nach Barmen an den Kleinen Werth und Gründung der Kindertafel

Am 4. Mai 2007 findet die Tafel am Kleinen Werth 50 ein neues Zuhause. Hier stehen 2.500 Quadratmeter zur Verfügung. Die Kindertafel wird gegründet und in einem abgetrennten Bereich der Kantine untergebracht. Das angrenzende IMO-Gebäude mit 10.000 Quadratmetern wird der Tafel vom Eigentümer der GEBA-Immobilien Heinz-Jürgen Hagenkötter nach einem Miet- und folglich Kaufangebot schlussendlich geschenkt. Dank einer Spende in Höhe von 350.000 Euro durch die Dr. Werner Jackstädt Stiftung wird das marode Gebäude renoviert und eingerichtet. Das Sozialkaufhaus wird erweitert, die Kinderboutique findet Einzug und die Kindertafel kommt dort unter.

2008

Gründung der Stiftung der Wuppertaler Tafel

Die Idee der Stiftung ist es, aus größeren Zustiftungen, zum Beispiel Erbschaften, ein Vermögen aufzubauen, aus dessen Erträgen der Tafel langfristig regelmäßige Erträge zufließen. Die Gründung erfolgt 2008 als Treuhandstiftung. Eine Zustiftung in Höhe von 50.000 Euro des Beiratsmitglieds der Tafel Jürgen Gadder, Inhaber der Firma Schade & Sohn, ermöglicht die Umwandlung der Treuhandstiftung in eine Stiftung bürgerlichen Rechts. Dadurch kann die Stiftung als Eigentümer des IMO-Gebäudes im Grundbuch eingetragen werden.

2012

Kaufhaus der kleinen Preise

Im Oktober wird in er ersten Etage des IMO-Gebäudes der Hausrat- und Möbelbereich und im Erdgeschoss der Kleiderbereich untergebracht.

2019

Dachsanierung des Kantinengebäudes

Durch die Undichtigkeit des Flachdaches werden die Hygieneanforderungen der Kantine massiv gefährdet. Die Dr. Werner Jackstädt Stiftung leistet eine projektbezogene Spende über 45.000 Euro, andere private Spender haben insgesamt 8.000 Euro gespendet. Im Sommer 2019 wird der Auftrag zur Sanierung an den Dachdeckerbetrieb Peter Borde erteilt. Stefan Müller vom Architekturbüro 360 Grad hat die Arbeiten kostenlos betreut. Start der Sanierung ist im Oktober 2019, am Jahresende ist das Dach langfristig wieder dicht.

2020

25 Jahre Wuppertaler Tafel – 25 Jahre „sättigend". Keiner wie wir“

Unter diesem Slogan leistet die Wuppertaler Tafel einen großen Beitrag, dass niemand in Wuppertal hungern muss. Die Kantine, der Tafelladen und das täglich verkehrende Sozialmobil sind wesentliche Bestandteile der Wuppertaler Tafel. Doch die Reise ist nicht zu Ende, denn Bedürftige gibt es immer noch zu viele und es werden leider nicht weniger. Somit ist die silberne Hochzeit der Wuppertaler Tafel kein Grund zum Feiern und keiner zum Ausruhen. 365 Tage im Jahr werden Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt, auch in Zukunft.